Deutsche Gesellschaft für Management und Controlling in der Sozialwirtschaft e.V.
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Nachfolgeplanung auf Leitungsebene in der Gesundheits- und Sozialwirtschaft

Die Personalberatung conQuaesso® der contec GmbH hat im letzten Jahr gemeinsam mit der Bank für Sozialwirtschaft und dem Institut für europäische Gesundheits- und Sozialwirtschaft eine bundesweite Studie zur Nachfolgeplanung auf Leitungsebene in der Gesundheits- und Sozialwirtschaft durchgeführt. Die wissenschaftliche Begleitung der Studie lag bei Frau Prof. Dr. Gabriele Moos von der Hochschule Koblenz (RheinAhrCampus Remagen).
Befragt wurden 459 Unternehmensvertretende mit Führungspositionen. Gemessen an der Anzahl der Mitarbeitenden waren an der Studie vor allem kleine und mittlere sowie große Unternehmen beteiligt. Die meisten haben die (frei)gemeinnützige Trägerform, während private und Öffentliche Träger nur sehr gering vertreten waren. Die Leistungsfelder, auf denen sich die Unternehmen betätigen, sind zu etwa gleichen Teilen die der Altenhilfe, Kinder- und Jugendhilfe, Behindertenhilfe und Gesundheitsversorgung. Viele sind auf mehreren dieser Gebiete tätig.

Auf die Frage, ob eine grundsätzliche Regelung zur Nachfolgeplanung auf Leitungsebene im Unternehmen existiert, antworteten 33 % mit Ja, bei 67 % der vertretenen Unternehmen war dies nicht der Fall. Von diesen gaben allerdings 15 % an, eine systematische Nachfolgeplanung binnen der folgenden drei Monate in der Organisation implementieren zu wollen. 86 % der Unternehmen, die eine geregelte Nachfolgeplanung anwenden, berücksichtigen dabei neben personellen auch organisatorische Veränderungen, wie die Zusammenlegung von Abteilungen oder die Streichung von Stellen.

Konkrete Maßnahmen, die Unternehmen zur Gestaltung der Nachfolgeplanung anwenden, sind die Identifizierung geeigneter Nachfolger, die Ermittlung von Anforderungsprofilen für Führungspositionen sowie solche zur Umsetzung gezielter Personalentwicklung und -beschaffung. Nachfolger werden in der Regel intern und extern rekrutiert, selten werden ausschließlich interne oder ausschließliche externe Ressourcen genutzt. Im Rahmen einer internen Rekrutierung kommen meist Maßnahmen der Talent- und Potentialidentifizierung, Qualifizierungsprogramme für den Führungsnachwuchs sowie Förder- und Beratungsgespräche zum Einsatz, während zur externen Rekrutierung die meisten Unternehmen Stellenausschreibungen und Kontakte über vorhandene Netzwerke oder Bewerberpools nutzen. Teilweise werden auch die Dienste von Personalberatungen und Headhuntern in Anspruch genommen.
Wenn Sie Interesse an detaillierten Ergebnissen der Studie „Nachfolgeplanung auf Leitungsebene in der Gesundheits- und Sozialwirtschaft“ haben, senden Sie eine kurze E-Mail mit Ihren Kontaktdaten an Unternehmen@conQuaesso.de und wir lassen Ihnen gerne ein Exemplar der ausführlichen Auswertung zukommen.

Autoren:

Thomas Müller, Leiter conQuaesso®
Florian Partner, Vertriebsassistenz
Jana Stahlschmidt, Personalberaterin


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